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Das Psychodrama des Adaptiven Zyklus

Harald Katzmair schrieb für die Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie einen wissenschaftlichen Artikel "Das Psychodrama des Adaptiven Zyklus, Morenos "Lokometrie" aus dem Gesichtspunkt der zeitgenössischen Komplexitätsforschung".

Hier einmal die Zusammenfassung: Morenos Lokometrie, die Beschreibung von sich in ständiger Translokation und Transformation befindenden Menschen und Dingen, findet in der aktuellen Komplexitätsforschung und dort insbersondere im empirischen Modell des adaptiven Zyklus interessante Entsprechungen. Beiden zu eigen ist ein dynamischer und zyklischer Charakter, das Verhältnis von Beginn-Wachstum-Erstarrung-Destruktion-Exploration-Neubeginn sowie die zentrale Frage, wie die Übergänge zwischen unterschiedlichen Phasen oder Szenen gelingen können. Die Typologie der "4 Gefahren" im Durchlauf des Zyklus mit den entsprechenden Dynamiken und lokomotischen Pathologien erweist sich dabei als nützliches Instrument.

In der Zusammenschau bieten die sich ergänzenden Ansätze (Morenos Lokometrie und das Modell des adaptiven Zyklus der Komplexitätstheorie) nicht nur Möglichkeiten aktuelle gesellschaftspolitsche Phänomene zu verstehen, zu beschreiben und zu analysieren, sondern auch Ideen für die Gestaltung der Umschaltstellen, um Alternativen und Auswege aus psychischen und sozialen Sackgassen zu finden.