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Facebook und Co umgehen das rationale Denken der Nutzer

Mit manipulativen Tricks schaffen es die großen Internetportale und sozialen Netzwerke, unsere Aufmerksamkeit abzusaugen und Klicks zu maximieren. Wie reagiert die Werbewirtschaft darauf? Dieser Frage wurde beim "Denkfrühstück" der Fachgruppe Werbung in Linz durch den Soziologen und Netzwerkexperten Harald Katzmair auf den Grund gegangen.

"Die Pulverisierung unserer Aufmerksamkeit ist eines der größten Probleme der Gegenwart", analysierte Katzmair. "2004 wurde unsere Aufmerksamkeit im Durchschnitt alle drei Minuten unterbrochen, sei es durch einen Anruf, ein E-Mail oder eine Nachricht. Heute liegen wir bei 40 Sekunden. Und es braucht eine gewisse Zeit, bis wir wieder zum ursprünglichen Konzentrationsniveau zurückfinden. Mit enormen betriebswirtschaftlichen Auswirkungen, aber auch gesellschaftlichen und familiären Folgen." sagt Katzmair während der Präsentation